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Technische Universität Dresden

Aus Hochschulwiki

Die Technische Universität Dresden (kurz TU Dresden oder TUD) ist eine staatliche Universität in Dresden, Sachsen. Ihre Wurzeln reichen bis zur 1828 gegründeten Sächsischen Technischen Bildungsanstalt zurück; den Status einer Technischen Universität erhielt die Einrichtung 1961. Mit rund 30.000 Studierenden ist sie die größte Universität Dresdens und eine der größten Technischen Universitäten Deutschlands.

Geschichte

Gegründet wurde die Universität 1828 als Sächsische Technische Bildungsanstalt zur Ausbildung von Fachkräften für Maschinenbau und Hüttenwesen. 1871 wurde sie zur Königlich-Sächsischen Polytechnikum erhoben, 1890 erhielt sie das Promotionsrecht und den Status einer Technischen Hochschule. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert erwarb sich die Hochschule einen Ruf in Elektrotechnik, Chemie und Forstwissenschaften; 1929 wurde die Forstliche Hochschule Tharandt eingegliedert.

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde der Lehrbetrieb unter sowjetischer Verwaltung wieder aufgenommen. 1961 erhielt die Hochschule den Namen Technische Universität Dresden. In der DDR-Zeit war sie eine der bedeutendsten Hochschulen des Landes. Nach 1990 wurde die TUD um geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche sowie medizinische Fächer zur Volluniversität erweitert; 1993 wurde die Medizinische Akademie Dresden eingegliedert. 2012 wurde die Universität in der Exzellenzinitiative und 2019 erneut in der Exzellenzstrategie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.

Fakultäten und Studienangebot

Die TUD ist in 17 Fakultäten gegliedert, die in fünf Schools zusammengefasst sind: Bau- und Umweltwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften sowie Medizin. Das Fächerspektrum umfasst Ingenieur- und Naturwissenschaften, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Human- und Zahnmedizin mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Angeboten werden mehr als 120 Studiengänge.

Campus

Der Hauptcampus liegt südlich des Dresdner Hauptbahnhofs im Stadtteil Südvorstadt; das historische Hauptgebäude stammt aus den 1920er Jahren. Die Medizinische Fakultät mit dem Universitätsklinikum befindet sich am Fetscherplatz nahe der Elbe, die Forstwissenschaften in Tharandt westlich von Dresden. Zahlreiche Institute wurden nach 1990 modernisiert oder neu errichtet.

Forschung

Forschungsschwerpunkte sind Mikroelektronik und Halbleitertechnik – Dresden gilt als eines der größten Halbleitercluster Europas –, Materialwissenschaften, Biomedizin und regenerative Therapien, Ressourceneffizienz sowie Mobilität und Verkehr. Die TUD kooperiert eng mit den Dresdner Instituten der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf; gemeinsam bilden sie das Konzept „Dresden-concept". Die Universität gehört zur TU9-Allianz.

Persönlichkeiten

Mit der TU Dresden verbunden sind der Fotograf und Fotochemiker Hermann Krone, der an der Dresdner Hochschule lehrte, der Elektrotechniker Heinrich Barkhausen, nach dem der Barkhausen-Effekt benannt ist, sowie der Forstwissenschaftler Heinrich Cotta, dessen Tharandter Akademie 1929 Teil der Hochschule wurde. Zu den bekannten Absolventen zählen Ingenieure und Naturwissenschaftler der sächsischen Industrie sowie zahlreiche Politiker des Freistaats Sachsen.

Weblinks