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Georg-August-Universität Göttingen

Aus Hochschulwiki

Die Georg-August-Universität Göttingen (kurz Universität Göttingen) ist eine staatliche Universität in Göttingen, Niedersachsen. Sie wurde 1734 von König Georg II. von Großbritannien als Kurfürst von Hannover gegründet und 1737 eröffnet. Mit rund 28.000 Studierenden gehört sie zu den traditionsreichsten Forschungsuniversitäten Deutschlands.

Geschichte

Gegründet wurde die Universität 1734 im Zeitalter der Aufklärung; nach ihrem Stifter trägt sie den Beinamen Georgia Augusta. Im 18. Jahrhundert war Göttingen eine der modernsten und freiheitlichsten Universitäten Europas. Berühmt wurde der Protest der Göttinger Sieben, sieben Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung des Königreichs Hannover durch König Ernst August demonstrierten und entlassen wurden, darunter die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm.

Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert war Göttingen das Weltzentrum der Mathematik unter Felix Klein und David Hilbert sowie ein Zentrum der Physik, in dem die Quantenmechanik mitentwickelt wurde. Der Nationalsozialismus zerstörte diesen Rang durch die Vertreibung jüdischer und oppositioneller Wissenschaftler 1933. Nach dem Krieg baute die Universität ihre Stellung wieder auf; 2007 wurde sie in der Exzellenzinitiative ausgezeichnet.

Fakultäten und Studienangebot

Die Volluniversität gliedert sich in 13 Fakultäten: Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin, Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Agrarwissenschaften, Forstwissenschaften, Biologie und Psychologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik und Informatik sowie Physik. Angeboten werden über 200 Studiengänge.

Campus

Göttingen ist eine klassische Universitätsstadt, in der die Universität das Stadtbild prägt. Der Zentralcampus liegt am Wilhelmsplatz mit der historischen Aula; die Naturwissenschaften konzentrieren sich auf dem Nordcampus, die Medizin auf dem Campus der Universitätsmedizin Göttingen. Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen gehört zu den größten Bibliotheken Deutschlands.

Forschung

Forschungsschwerpunkte sind Neurowissenschaften und Medizin, Physik, Biodiversität und Nachhaltigkeit sowie die Geisteswissenschaften. Der Universität werden über 40 Nobelpreisträger zugerechnet, unter ihnen Max Born, Werner Heisenberg, James Franck und Adolf Windaus. Die Universität bildet mit den Göttinger Max-Planck-Instituten, der Akademie der Wissenschaften und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt den Göttinger Wissenschaftscampus.

Persönlichkeiten

Carl Friedrich Gauß lehrte in Göttingen Mathematik und Astronomie und leitete die Sternwarte. Max Born, Werner Heisenberg und James Franck wirkten in der Physik, David Hilbert und Felix Klein in der Mathematik. Otto von Bismarck und Heinrich Heine studierten in Göttingen; die Brüder Grimm lehrten als Professoren, bis sie zu den Göttinger Sieben gehörten. Auch Robert Koch und Arthur Schopenhauer waren als Studierende mit der Universität verbunden.

Weblinks