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Technische Universität Berlin

Aus Hochschulwiki

Die Technische Universität Berlin (kurz TU Berlin) ist eine staatliche Technische Universität in Berlin. Ihre Wurzeln reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück; 1879 entstand die Königliche Technische Hochschule zu Berlin, die 1946 als erste deutsche Hochschule den Namen Technische Universität annahm. Mit rund 34.000 Studierenden gehört sie zu den größten Technischen Universitäten des Landes.

Geschichte

Die TU Berlin fasst mehrere historische Institutionen zusammen: die 1770 gegründete Bergakademie, die 1799 gegründete Bauakademie und das 1821 gegründete Gewerbeinstitut. 1879 wurden Bauakademie und Gewerbeakademie zur Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin vereinigt; 1899 erhielt sie das Promotionsrecht. 1916 wurde die Bergakademie eingegliedert. Die Hochschule lag im Stadtteil Charlottenburg und war eine der bedeutendsten Ingenieurschulen des Kaiserreichs.

Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg nahm die Hochschule 1946 als Technische Universität Berlin — erstmals führte eine deutsche Hochschule diesen Namen — den Lehrbetrieb in West-Berlin wieder auf. In der Exzellenzstrategie wurde sie 2019 gemeinsam mit den anderen Berliner Universitäten im Verbund Berlin University Alliance als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.

Fakultäten und Studienangebot

Die TU Berlin gliedert sich in sieben Fakultäten: Geistes- und Bildungswissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften, Prozesswissenschaften, Elektrotechnik und Informatik, Verkehrs- und Maschinensysteme, Planen Bauen Umwelt sowie Wirtschaft und Management. Angeboten werden mehr als 150 Studiengänge mit Schwerpunkt auf Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Campus

Der Hauptcampus liegt in Berlin-Charlottenburg an der Straße des 17. Juni; das Hauptgebäude aus den 1880er Jahren prägt das Bild. Weitere Einrichtungen befinden sich auf dem Campus Wedding und am Wissenschaftsstandort Adlershof. Die Universitätsbibliothek wird gemeinsam mit der Universität der Künste Berlin betrieben.

Forschung

Forschungsschwerpunkte sind digitale Technologien und Künstliche Intelligenz, Energie und Klimaschutz, Mobilität, Materialwissenschaften sowie Photonik und Optische Technologien. Die TU Berlin kooperiert eng mit der Fraunhofer-Gesellschaft, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und den anderen Berliner Hochschulen in der Berlin University Alliance. Sie ist Mitglied der TU9-Allianz.

Persönlichkeiten

Konrad Zuse entwickelte als Student der Berliner Hochschule in den 1930er Jahren die ersten programmgesteuerten Rechenmaschinen. Der Physiker Gustav Hertz lehrte hier; die Nobelpreisträger Ernst Ruska (Physik 1986, Elektronenmikroskop) und Eugene Wigner (Physik 1963) wurden an der Technischen Hochschule Berlin promoviert bzw. ausgebildet. Der Flugpionier Otto Lilienthal absolvierte die Gewerbeakademie, eine der Vorgängereinrichtungen.

Weblinks