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Technische Universität Braunschweig

Aus Hochschulwiki

Die Technische Universität Braunschweig (kurz TU Braunschweig) ist eine staatliche Technische Universität in Braunschweig, Niedersachsen. Sie wurde 1745 als Collegium Carolinum gegründet und gilt damit als älteste Technische Universität Deutschlands. Mit rund 17.000 Studierenden gehört sie zu den mittelgroßen Technischen Universitäten des Landes.

Geschichte

Die TU Braunschweig geht auf das 1745 von Herzog Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründete Collegium Carolinum zurück, eine Bildungseinrichtung zwischen Gymnasium und Universität, an der neben den klassischen Fächern auch technische und praktische Disziplinen gelehrt wurden. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Einrichtung zur Polytechnischen Schule, 1877 zur Technischen Hochschule. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die stark zerstörte Hochschule wieder aufgebaut; 1968 nahm sie den Namen Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig an. Sie ist Mitglied der TU9-Allianz.

Fakultäten und Studienangebot

Die TU Braunschweig gliedert sich in Fakultäten für die Bereiche Mathematik und Informatik, Lebenswissenschaften, Architektur und Bauwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Geistes- und Erziehungswissenschaften. Das Studienangebot umfasst rund 80 Studiengänge mit Schwerpunkt auf den Ingenieur- und Naturwissenschaften; Braunschweig ist zudem eine bedeutende Lehrerbildungsstätte Niedersachsens.

Campus

Der Campus liegt zentral am Rand der Braunschweiger Innenstadt rund um den Universitätsplatz. Das historische Hauptgebäude und der Altstadtring prägen das Bild; jüngere Institutsgebäude gruppieren sich um das Forum und das Zentrum für Informatik und Informationstechnik.

Forschung

Forschungsschwerpunkte sind Mobilität und Luftfahrt (im Verbund des Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt NFL), Infektionsforschung und Biotechnologie, Metrologie sowie nachhaltige Energiesysteme. Die Universität kooperiert eng mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, die alle in Braunschweig ansässig sind — die Stadt gilt als eine der forschungsintensivsten Regionen Europas.

Persönlichkeiten

Carl Friedrich Gauß studierte am Collegium Carolinum in Braunschweig, bevor er an die Georg-August-Universität Göttingen ging. Der Physiker Klaus von Klitzing, Nobelpreisträger von 1985 für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts, studierte in Braunschweig Physik. Der Schriftsteller Wilhelm Raabe, der in Braunschweig lebte, erhielt die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule.

Weblinks