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Technische Universität München

Aus Hochschulwiki
Studierende am Campus Innenstadt der TU München

Die Technische Universität München (kurz TUM) ist eine staatliche Technische Universität mit Sitz in München, Bayern. Sie wurde 1868 als Polytechnische Schule gegründet und zählt mit rund 52.000 Studierenden zu den größten Technischen Universitäten Deutschlands. Die TUM ist mehrfach als Exzellenzuniversität ausgezeichnet worden und gilt als eine der forschungsstärksten Hochschulen Europas.

Geschichte

Die TUM geht auf die 1868 von König Ludwig II. gegründete Polytechnische Schule München zurück, die 1870 den Status einer Technischen Hochschule erhielt. 1901 wurde der Hochschule das Promotionsrecht verliehen. 1930 nahm sie den Namen Technische Hochschule München an; die heutige Bezeichnung Technische Universität München trägt sie seit 1970.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der stark zerstörte Hauptstandort in der Münchner Innenstadt wieder aufgebaut. Ab den 1960er Jahren wuchs die Universität mit dem Neubau des Campus Garching nordöstlich der Stadt, der heute naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Institute sowie Forschungseinrichtungen wie den Forschungsreaktor FRM II beherbergt. In den 2000er Jahren kamen Standorte in Straubing (Biotechnologie und Nachhaltigkeit) und Heilbronn (Campus der TUM School of Management) hinzu.

Seit 2020 ist die TUM in einer Matrixstruktur aus sieben Schools und mehreren Fakultäten organisiert. In der Exzellenzinitiative und der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern wurde sie 2006, 2012 und 2019 als Exzellenzuniversität ausgewählt.

Fakultäten und Studienangebot

Die Universität gliedert sich in sieben Schools: Computation, Information and Technology; Engineering and Design; Natural Sciences; Life Sciences; Medicine and Health; Management sowie Social Sciences and Technology. Das Studienangebot umfasst über 180 Studiengänge von den Ingenieur- und Naturwissenschaften über Medizin und Lebenswissenschaften bis zu Wirtschafts-, Sozial- und Bildungswissenschaften. Ein erheblicher Teil der Masterprogramme wird auf Englisch angeboten.

Campus und Standorte

Der historische Hauptcampus liegt an der Arcisstraße in der Münchner Maxvorstadt. Der größte Standort ist heute Garching bei München mit Physik, Chemie, Maschinenwesen und Informatik. In Freising-Weihenstephan sind die Lebenswissenschaften konzentriert; der Campus gilt als eine der ältesten Ausbildungsstätten für Brauwesen. Außerhalb Bayerns unterhält die TUM einen Campus in Heilbronn und mit TUM Asia einen Auslandsstandort in Singapur. Universitätsklinikum der TUM ist das Klinikum rechts der Isar in München.

Forschung

Zu den Forschungsschwerpunkten zählen künstliche Intelligenz und Robotik, Quantentechnologie, Biotechnologie und Medizintechnik, nachhaltige Energiesysteme sowie Mobilität. Die TUM kooperiert eng mit außeruniversitären Einrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie mit Industrieunternehmen der Region. Gemessen an Drittmitteln und Ausgründungen gehört sie zu den Spitzenhochschulen Deutschlands.

Persönlichkeiten

Mit der TUM verbunden sind unter anderem die Ingenieure Rudolf Diesel, Carl von Linde und Willy Messerschmitt sowie der Architekt Friedrich von Thiersch. Zu den Nobelpreisträgern der Universität gehören die Chemiker Ernst Otto Fischer (1973), Robert Huber (1988) und Johann Deisenhofer (1988). Der Physiker Heinz Maier-Leibnitz, Namensgeber des Leibniz-Rechenzentrums, lehrte hier; Oskar von Miller, Gründer des Deutschen Museums, war Professor und Rektor der Hochschule.

Weblinks