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Humboldt-Universität zu Berlin

Aus Hochschulwiki

Die Humboldt-Universität zu Berlin (kurz HU Berlin) ist eine staatliche Universität in Berlin. Sie wurde 1810 als Universität zu Berlin auf Initiative von Wilhelm von Humboldt gegründet und gilt als Mutter der modernen deutschen Universität. Mit rund 36.000 Studierenden ist sie eine der großen Volluniversitäten der Hauptstadt.

Geschichte

Die Gründung 1810 ging auf den preußischen Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt zurück, dessen Idee der Einheit von Lehre und Forschung und der akademischen Freiheit das Modell der modernen Universität weltweit prägte. Untergebracht war die Universität im ehemaligen Palais des Prinzen Heinrich Unter den Linden. Im 19. Jahrhundert stieg sie zur bedeutendsten Universität Preußens auf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Universität 1946 als erste in der sowjetischen Besatzungszone wiedereröffnet; 1949 erhielt sie den Namen Humboldt-Universität. Als Antwort auf die ideologischen Einengungen im Osten war 1948 im Westteil der Stadt die Freie Universität Berlin gegründet worden. Nach der Wiedervereinigung wurde die HU umfassend reorganisiert. 2012 und 2019 wurde sie in der Exzellenzinitiative bzw. Exzellenzstrategie als Exzellenzuniversität ausgewählt, zuletzt im Verbund der Berlin University Alliance.

Fakultäten und Studienangebot

Die Universität gliedert sich in neun Fakultäten: Rechtswissenschaft, Lebenswissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften, Philosophie, Geistes- und Sozialwissenschaften (zwei Fakultäten), Theologie, Wirtschaftswissenschaften sowie die Medizinische Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin, die gemeinsam mit der Freien Universität betrieben wird. Das Angebot umfasst rund 180 Studiengänge.

Campus

Der historische Sitz ist das Hauptgebäude Unter den Linden im Stadtteil Mitte; gegenüber liegt das Grimm-Zentrum der Universitätsbibliothek. Die Naturwissenschaften sind seit den 1990er Jahren auf dem Campus Adlershof im Südosten der Stadt konzentriert, die Medizin auf den Charité-Standorten Mitte und Virchow-Klinikum.

Forschung

Die HU ist eine forschungsstarke Volluniversität mit Schwerpunkten in den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Lebenswissenschaften, der Mathematik und den Naturwissenschaften. Der Universität werden 29 Nobelpreisträger zugerechnet. Mit der Charité betreibt sie eine der größten Universitätskliniken Europas. In der Berlin University Alliance kooperiert sie mit der Freien Universität, der Technischen Universität Berlin und der Charité.

Persönlichkeiten

An der Humboldt-Universität lehrten und studierten unter anderem die Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Arthur Schopenhauer und Johann Gottlieb Fichte, die Physiker Albert Einstein und Max Planck sowie die Mediziner Rudolf Virchow und Robert Koch. Karl Marx und Friedrich Engels, Otto von Bismarck, Heinrich Heine und die Brüder Grimm waren Studierende oder Lehrende der Universität.

Weblinks