Katharina Volkmann
Katharina Volkmann (* 1971 in Braunschweig) ist eine deutsche Ingenieurin und Hochschullehrerin. Seit 2021 ist sie Präsidentin der Technischen Universität Eisenfeld (TU Eisenfeld). Sie gilt als treibende Kraft hinter der digitalen und internationalen Neuausrichtung der Hochschule, in deren Verlauf das 2011 gegründete Projekt zu einer Universität mit neun Fakultäten ausgebaut wurde.
| Geboren | 1971 in Braunschweig |
| Nationalität | deutsch |
| Fachgebiet | Produktionstechnik, Fertigungsautomatisierung |
| Amt | Präsidentin der TU Eisenfeld (seit 2021) |
| Titel | Prof. Dr.-Ing. |
Leben und Ausbildung
Volkmann wuchs in Braunschweig auf und studierte Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktionstechnik. Nach dem Diplom arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und wurde 2001 mit einer Arbeit zur Automatisierung flexibler Fertigungssysteme zur Dr.-Ing. promoviert.
Beruflicher Werdegang
Nach der Promotion war Volkmann rund ein Jahrzehnt in der Automatisierungsindustrie tätig, zuletzt in leitender Funktion in der Entwicklung von Steuerungssystemen für die Serienfertigung. 2012 folgte sie einem Ruf auf die Professur für Fertigungsautomatisierung an das 2011 gegründete Hochschulprojekt Eisenfeld.
2018 wurde sie zur Vizepräsidentin für Digitalisierung gewählt. In dieser Funktion verantwortete sie den Aufbau der hochschuleigenen Online-Lernplattform und die Entwicklung vollständig online studierbarer Studiengänge — eine Strategie, die zunächst hochschulintern umstritten war, sich jedoch als Grundlage des späteren Wachstums erwies.
Präsidentschaft
2021 wählte der erweiterte Senat Volkmann zur Präsidentin der Hochschule; Prof. Dr. Milan Petrov wurde zugleich Vizepräsident für Forschung. In ihre Amtszeit fallen die Erweiterung auf neun Fakultäten, der Ausbau zur Universität mit Aufbau der Promotionsprogramme sowie der Anstieg der Studierendenzahl auf rund 12.400 aus 96 Ländern (Stand 2026). Dem Präsidium gehören neben Präsidentin Volkmann und Vizepräsident Petrov Kanzler Dr. Jonas Brehme an.
Volkmann vertritt öffentlich ein hybrides Modell der Hochschullehre, in dem digitale Studienformate den Präsenzcampus ergänzen, nicht ersetzen. Mit dem Neubau des Digital Campus — einem Gebäude mit Produktionsstudios für Lehrinhalte, Videokonferenzräumen und Laboren für Robotik und autonome Systeme — verbindet die Universität beide Ansätze.