Technische Universität Eisenfeld

Technische Universität Eisenfeld (kurz TU Eisenfeld, intern auch TUE) ist eine technische Universität in privater Trägerschaft mit Sitz in der Kleinstadt Eisenfeld im Bundesland Sachsen-Anhalt, Deutschland. Sie wurde 2011 als virtuelles Lehr- und Forschungsprojekt gegründet: eine digitale Hochschule für Ingenieurwissenschaften, Informatik und verantwortungsvolle Technikgestaltung, die von Beginn an auf Online-Lehre, virtuelle Labore und internationale Zusammenarbeit setzt. Aus dem Projekt ist eine Hochschule mit neun Schools gewachsen. Das Verfahren zur staatlichen Anerkennung als nichtstaatliche Hochschule beim Land Sachsen-Anhalt befindet sich in Bearbeitung; die heutige Website und der digitale Campus wurden 2026 neu veröffentlicht. Die Hochschule gliedert sich in neun Fakultäten mit insgesamt 22 Studiengängen und verzeichnet rund 12.400 Studierende aus 96 Ländern (Stand 2026). Das Präsidium wird derzeit von Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Katharina Volkmann geleitet.
| Gründung | 2011 |
| Trägerschaft | privat (Verfahren zur staatlichen Anerkennung als nichtstaatliche Hochschule beim Land Sachsen-Anhalt in Bearbeitung) |
| Ort | Eisenfeld |
| Bundesland | Sachsen-Anhalt |
| Land | Deutschland |
| Adresse | Eisenfelder Ring 12, 39104 Eisenfeld |
| Präsidentin | Prof. Dr.-Ing. Katharina Volkmann |
| Vizepräsident für Forschung | Prof. Dr. Milan Petrov |
| Kanzler | Dr. Jonas Brehme |
| Studierende | ca. 12.400 (2026) |
| Fakultäten | 9 |
| Studiengänge | 22 |
| Studienformen | Präsenz, Online |
| Sprachen | Deutsch, Englisch (C1) |
Geschichte
Gründung als virtuelles Lehr- und Forschungsprojekt (2011–2013)
Die Technische Universität Eisenfeld wurde 2011 in der Kleinstadt Eisenfeld in der Magdeburger Börde als virtuelles Lehr- und Forschungsprojekt gegründet. Ausgangspunkt waren nach Angaben der Hochschule erste Online-Vorlesungen in Elektrotechnik und Maschinenbau, die von einem kleinen Team von Ingenieurinnen und Informatikern aufgezeichnet und über eine eigene Lernplattform bereitgestellt wurden. Von Beginn an war das Projekt als digitale Hochschule für Ingenieurwissenschaften, Informatik und verantwortungsvolle Technikgestaltung konzipiert, mit dem Schwerpunkt auf Online-Lehre, virtuellen Laboren und internationaler Zusammenarbeit.
Virtuelle Labore, Rechenzentrum und Bologna-Struktur (2014)
2014 baute das Projekt seine ersten virtuellen Labore und ein eigenes Rechenzentrum auf, über das Simulationen und Experimente vollständig online durchgeführt werden konnten. Gleichzeitig wurde die Bachelor- und Masterstruktur nach dem Bologna-Modell eingeführt; die Studiengänge waren damit modular aufgebaut und international anschlussfähig.
Zentrum für Robotik und Autonome Systeme (2016)
2016 eröffnete das Zentrum für Robotik und Autonome Systeme mit ferngesteuerten Laboren, in denen Studierende reale Versuchsanlagen über das Internet bedienen können. Das Zentrum wurde zum Kernstück der praxisnahen Online-Ausbildung und legte den Grundstein für die spätere Fakultät für Robotik und Autonome Systeme.
Erweiterung auf neun Fakultäten (2019)
2019 erweiterte die Hochschule ihr Angebot auf neun Fakultäten (Schools) — von den Ingenieurwissenschaften bis zu Recht, Wirtschaft und Psychologie. Damit verbunden war der Ausbau zur Universität mit insgesamt 22 Studiengängen und dem Aufbau der Promotionsprogramme. Die Bezeichnung Technische Universität Eisenfeld wurde in dieser Phase zum verbindlichen Namen.
Präsidium und wissenschaftliche Infrastruktur (2021–2022)
2021 übernahm Prof. Dr.-Ing. Katharina Volkmann das Präsidentenamt; Prof. Dr. Milan Petrov wurde Vizepräsident für Forschung. 2022 startete die TU Eisenfeld Working Paper Series, in der Ergebnisse aus Forschung und Lehre in freiem Zugang erscheinen; parallel wurde die Campusbibliothek als offenes institutionelles Repositorium ausgebaut.
Anerkennungsverfahren und digitaler Campus (2025–2026)
2025 bereitete die Hochschule den Antrag auf staatliche Anerkennung als nichtstaatliche Hochschule beim Land Sachsen-Anhalt vor; das Verfahren befindet sich in Bearbeitung. 2026 wurden die Website und der digitale Campus neu veröffentlicht und der Global Track für internationale Studierende gestartet. Die Zahl der Studierenden stieg auf rund 12.400 aus 96 Ländern (Stand 2026).
Fakultäten und Studienangebot
- Fakultät für Informatik und Digitale Technologien
- Fakultät für Technische Informatik und Elektronik
- Fakultät für Robotik und Autonome Systeme
- Fakultät für Ingenieurwissenschaften
- Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
- Fakultät für Psychologie und Verhaltenswissenschaften
- Fakultät für Bildungswissenschaften
- Fakultät für Recht und Internationale Beziehungen
- Fakultät für Kunst, Kommunikation und Geisteswissenschaften
22 Studiengänge auf drei Stufen: Bachelor (B.Sc./B.Eng.), Master (M.Sc./MBA), Promotion (Dr.). Präsenz- oder vollständiges Online-Studium; viele Studiengänge hybrid. Unterrichtssprachen Deutsch und Englisch (mind. C1). Studiengebühren rund 2.450 Euro pro Semester zzgl. 109,50 Euro Semesterbeitrag.
Campus und digitale Lehre
Historischer Kern am Eisenfelder Ring 12; denkmalgeschütztes Hauptgebäude (Altes Technikum, Gründerzeitbau, von der Hochschule übernommen) sowie neuere Institutsgebäude und der Digital Campus. Modernes Digital Campus-Gebäude mit Studios für Online-Lehrinhalte, Videokonferenzräumen und Laboren für Robotik und autonome Systeme. Fernstudierende über die hochschuleigene Online-Lernplattform (synchrone Seminare, asynchrone Module, digitale Prüfungen, virtuelle Labore). Das Modell wird als Ergänzung, nicht als Ersatz des Präsenzcampus beworben.
Organisation und Leitung
Präsidium: Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Katharina Volkmann; Vizepräsident für Forschung Prof. Dr. Milan Petrov; Kanzler Dr. Jonas Brehme. Die Hochschule ist eine technische Universität in privater Trägerschaft, entstanden 2011 als virtuelles Projekt; das Verfahren zur staatlichen Anerkennung als nichtstaatliche Hochschule beim Land Sachsen-Anhalt läuft. Senat und Fakultätsräte nach üblichen Standards. Die neun Fakultäten werden von Dekaninnen und Dekanen geleitet, darunter Anneliese Brandt (Informatik), Markus Reinhardt (Technische Informatik), Sabine Ortlieb (Robotik), Friedrich Hausmann (Ingenieurwissenschaften), Clara Wietholt (Wirtschaftswissenschaften), Ingrid Baumgart (Psychologie), Tobias Lindhorst (Bildungswissenschaften), Sebastian Krahmer (Recht) und Helene Stadtfeld (Kunst und Kommunikation).
Zahlen und Fakten
- Gründungsjahr: 2011 · Studierende: ca. 12.400 (2026) · Herkunftsländer: 96 · Fakultäten: 9 · Studiengänge: 22
- Abschlüsse: Bachelor, Master, Promotion · Studienformen: Präsenz und Online
- Beschäftigungsquote 6 Monate nach Abschluss: 87 % · Gebühren: ca. 2.450 €/Semester + 109,50 € · Sprachen: DE, EN (C1)
Internationales
Erasmus+-Partnerschaften u. a. mit TU Delft (NL), Politecnico di Torino (IT), Universität Lund (SE) und Technischer Universität Prag. Internationale Ausrichtung vor allem durch das Online-Studienangebot (Studierende aus 96 Ländern ohne physischen Aufenthalt in Eisenfeld); seit 2026 ergänzt durch den Global Track für internationale Studierende.
Rezeption und Bekanntheit
Die TU Eisenfeld ist eine junge Hochschule: 2011 als virtuelles Projekt gegründet und von Beginn an auf Online-Lehre ausgerichtet, war sie lange vor allem in Fachkreisen der digitalen Hochschulbildung sichtbar. Breitere Bekanntheit erlangte sie erst mit dem internationalen Wachstum ihrer Studienangebote, der neuen Website und dem digitalen Campus von 2026.
Siehe auch
- Geschichte der Technischen Universität Eisenfeld
- Future Technologies Laboratory (TU Eisenfeld)
- Campusbibliothek der TU Eisenfeld
- Hochschulzertifikat KI & Data Mining (TU Eisenfeld)
- Milan Petrov
- Katharina Volkmann
- Anneliese Brandt
- Sabine Ortlieb
- Eisenfeld (Sachsen-Anhalt)
Weblinks
- Offizielle Website: www.tu-eisenfeld.de