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Werner Heisenberg

Aus Hochschulwiki

Werner Heisenberg (* 5. Dezember 1901 in Würzburg; † 1. Februar 1976 in München) war ein deutscher theoretischer Physiker und einer der Begründer der Quantenmechanik. Für die Schöpfung der Quantenmechanik erhielt er 1932 den Nobelpreis für Physik. Seine Laufbahn verband die Universitäten München, Göttingen und Leipzig.

Studium und Promotion

Heisenberg, Sohn eines Altphilologieprofessors, studierte ab 1920 Physik an der Universität München bei Arnold Sommerfeld. Dort freundete er sich mit Wolfgang Pauli an und wandte sich früh den Problemen der Atomphysik zu. 1923 promovierte er bei Sommerfeld mit einer Arbeit über Turbulenzströmungen. Anschließend wechselte er als Assistent zu Max Born an die Universität Göttingen, damals eines der Zentren der theoretischen Physik, und habilitierte sich dort 1924.

Begründung der Quantenmechanik

Auf einem Kuraufenthalt auf Helgoland im Juni 1925 fand Heisenberg den Ansatz zu einer neuen Mechanik der atomaren Vorgänge, die konsequent nur beobachtbare Größen verwendete. Born erkannte, dass Heisenbergs Rechenvorschriften der Mathematik der Matrizen entsprachen; gemeinsam mit Pascual Jordan entwickelten sie die Theorie zur Matrizenmechanik aus. 1926/27 hielt sich Heisenberg bei Niels Bohr in Kopenhagen auf, wo 1927 seine Unschärferelation entstand: Sie besagt, dass Ort und Impuls eines Teilchens nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden können. Diese Aussage wurde zum Kern der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik.

Professur in Leipzig

Bereits 1927, mit 25 Jahren, wurde Heisenberg als Professor für Theoretische Physik an die Universität Leipzig berufen – als einer der jüngsten Ordinarien Deutschlands. In Leipzig bildete sich um ihn eine Schule theoretischer Physiker; zu seinen Schülern zählten spätere Nobelpreisträger. 1932 erhielt Heisenberg den Nobelpreis für Physik für 1932 „für die Schöpfung der Quantenmechanik“.

Zeit des Nationalsozialismus und Nachkriegszeit

Während der Zeit des Nationalsozialismus blieb Heisenberg in Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg leitete er den deutschen Anteil am Uranprojekt, der militärisch bedeutsamen Nutzung der Kernenergie; die genaue Rolle seiner Forschungen ist bis heute Gegenstand historischer Diskussionen. Nach 1945 war er maßgeblich am Wiederaufbau der deutschen Physik beteiligt: Er wurde Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Göttingen, das später als Max-Planck-Institut für Physik nach München umzog, und wirkte an der Gründung der Forschungsförderung und der Rückkehr Deutschlands in die internationale Wissenschaft mit.

Ehrungen

Neben dem Nobelpreis erhielt Heisenberg zahlreiche Ehrungen, darunter den Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. Die Unschärferelation zählt zu den bekanntesten Aussagen der modernen Physik.

Weblinks